Seit mehr als 40 Jahren, genauer gesagt seit 1982, habe ich eine Wohnung auf Mallorca. Bis vor sechs Jahren als Feriendomizil bis wir uns dann 2021, noch während der Corona-Pandemie, entschlossen haben, komplett nach Palma den Mallorca umzuziehen und die Inselhauptstadt festen Wohnsitz zu nehmen. Ein Grund war, dass mein kleiner Sohn schulpflichtig wurde und wir ihm einen Schul/Länderwechsel ersparen wollten. Eine gute Entscheidung.
Die Schulen hier sind überwiegend hervorragend, sowohl die öffentlichen, als auch die privaten. Man muss sich allerdings mit der Wahl der Schule intensiv beschäftigen.
Mein Sohn spricht inzwischen vier Sprachen perfekt: Spanisch (Castellano), Spanisch (Catalan), Englisch und Deutsch natürlich.
Finca oder Wohnung?
Ich hatte immer nur eine Wohnung, warum?
Eine Finca oder ein Haus bedeuten viel Arbeit, die hohen Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit auf der Insel führen dazu, dass man ständig Reparaturen hat, Personal für Poolreinigung und Wartung, Gartenbewässerung und vieles mehr benötigt, das habe ich mir erspart.
Der zweite Grund: wenn man ganzjährig hier lebt, braucht man die Anbindung an die Stadt. Wir wohnen jetzt in einem ruhigen Stadtteil von Palma und können fast alles fußläufig erledigen, wir brauchen also eigentlich kein Auto, außer wir machen mal einen Ausflug oder bringen unseren Sohn zur Schule.
Im Sommer, wenn die Insel mit Touristen voll ist, haben alle Geschäfte geöffnet, im Winter sieht das anders aus. Dann werden in vielen Orten hier die Bürgersteige hochgeklappt, und man muss weite Wege allein für den normalen Einkauf im Supermarkt in Kauf nehmen. Es gibt viele Dinge, die man beachten muss wenn man überlegt hierher zu ziehen. Manches erschließt sich erst, wenn man einige Zeit hier wohnt und sich einigermaßen eingelebt hat.
Aber wie ist die Situation gegenüber den vielen Touristen hier auf der Insel? Gibt es gesellschaftliche Spannungen und wie wirken die sich gegenüber den vielen Urlaubern, vorwiegend aus Deutschland, aus? Es gibt viele Themen, die ich hier aufgreifen möchte, aber davon später mehr.
